Synthese von Ameisensäureethylester [109-94-4]

Ameisensäureethylester [109-94-4-A]            C3H6O2

Achtung! Ameisensäureethylester ist leicht flüchtig, entflammbar und kann explosive Gemische mit der Luft bilden. Ameisensäureethylester-Dämpfe reizen stark die Augen und die Atmungsorgane.

Durchführung: In einem 500-ml-Dreihals-Rundkolben werden 58 ml wasserfreies Ethanol, 68 g Natriumformiat und 240 g fein gepulvertes Natriumhydrogensulfat vorgelegt. Der Kolben wird mit KPG-Rührwerk, Rückflusskühler (Dimroth-Kühler) und einem Thermometer 0 bis 100°C versehen. Anschließend erhitzt man das Reaktionsgemisch unter Rühren 10 Stunden auf 80 °C. Nach Ablauf der Zeit ersetzt man den Rückflusskühler durch eine Destillierbrücke mit Vorlage und destilliert den Ameisensäureethylester ab. Dieser siedet zwischen 52-55 °C und hat einen Brechungsindex von 1.360. Man erhält auf diese Weise ein fast neutral reagierendes Produkt in sehr guter Ausbeute (ca. 90 % der Theorie).

Beschreibung: Der Ameisensäureethylester bildet eine farblose, wasserunlösliche, nach Arrak riechende Flüssigkeit. Die Verbindung wird in der Lebensmittelindustrie zur Herstellung künstlicher Arrak- und Rumessenzen verwendet. In der Humanmedizin wurde der Ester gegen Kehlkopf- und Rachenkatarrh angewendet. Die Veterinärmedizin setzte Ameisensäureethylester zur Behandlung der Maul- und Klauenseuche (MKS) ein. Ameisensäureethylester sollte dicht verschlossen über Calciumchlorid gelagert werden.

Quelle: Deutsches Patent DE 255441
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Letzte Aktualisierung: 29/09/06

Andere Bezeichnung: Ethylformiat