Ammoniumeisen(III)-sulfat [7783-83-7-A] NH4Fe(SO4)2 · 12 H2O
In einen 250-ml-Erlenmeyerkolben gibt man 75 ml verdünnte
Schwefelsäure und löst darin unter Erwärmen und nötigenfalls unter
Hinzufügen von Wasser 25 g Ammoniumeisen(II)-sulfat (Mohrsches Salz)
und die erforderliche Menge Eisen(II)-sulfat Heptahydrat. Anstatt
Ammoniumeisen(II)-sulfat können auch stöchiometrischen Mengen
Eisen(II)-sulfat und Ammoniumsulfat verwendet werden. Die heiße Lösung
wird durch ein Faltenfilter filtriert, in einen Kolben gegossen und 5
ml konzentrierter Salpetersäure zur Oxidation des zweiwertigen Eisens
hinzugefügt. Die Lösung wird solange gekocht, bis keine roten
Stickoxide mehr entweichen. Nach beendeter Oxidation wird die Lösung
bis fast auf die Hälfte eingedampft. Wird ein kleiner Kristall
irgendeines anderen Alauns mit einem Tropfen dieser Lösung verrieben,
so muss es zur Kristallabscheidung kommen. Wenn dies nicht eintritt, so
muss noch etwas weiter eingedampft werden. Die Lösung wird nun in eine
Kristallisierschale gegossen und langsam erkalten gelassen. Falls
notwendig, wird die Kristallisation durch einen Impfkristall
eingeleitet. Der Eisenalaun scheidet sich in Form großer, schwach
rosaviolettfarbener, oktaedrischer Kristalle ab.
Beschreibung: Das Dodecahydrat des Ammoniumeisen(III)-sulfat bildet in reinem Zustand farblose Oktaeder, die meist durch Spuren von Mangan blassviolett gefärbt sind. Neben der oben beschriebenen Methode kann es auch durch Zusammengeben stöchiometrischen Mengen Eisen(III)-sulfat und Ammoniumsulfat in Lösung mit anschließendem Abkühlen dargestellt werden. Verwendung fand das Salz in der Textil-Industrie als Beizmittel beim Färben und Drucken.
Quelle: Hecht, Präparative anorganische Chemie, Berlin-Göttingen-Heidelberg:
Springer-Verlag 1951 • Römpp Lexikon Chemie - Version 2.0, Stuttgart/New York: Georg Thieme
Verlag 1999
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Letzte Aktualisierung: 27/12/05
Andere Bezeichnung: Ammoniumeisenalaun