Kaliumtrioxalatomanganat(III)-Trihydrat [21647-79-0-A] K3[Mn(C2O4)3] · 3 H2O
Die Reduktion des Permanganates durch Oxalsäure kann unter
bestimmten Bedingungen so verlaufen, dass die dreiwertige Stufe des
Mangans in Form eines komplexen Oxalats stabilisiert wird. Das
gebildete Produkt
ist photoempfindlich.
Durchführung: 3.8 g fein gepulvertes Kaliumpermanganat werden
mit wenig
Eis und Wasser vermischt und unter Kühlung mit Eis-Kochsalz mit 12.6 g
Oxalsäure und 5.1 g Kaliumoxalat sorgfältig verrieben. Nach einigen
Minuten setzt die Oxidationswirkung des Permanganats ein, was an einer
intensiven Kohlendioxid-Entwicklung erkannt wird. Sofern die Reaktion
wegen zu tiefer Temperatur nicht einsetzt, kann sie durch Herausnehmen
des Reaktionsgemisches aus der Kältemischung eingeleitet werden. Die
violette Permanganatfarbe verschwindet und Braunstein entsteht. Die
Temperatur des Reaktionsgemisches darf jedoch keinesfalls über 0 °C
steigen. Nach einiger Zeit tritt eine kirschrote Farbe auf, die sich
allmählich vertieft, wobei der Braunstein verschwindet. Sobald dies
eingetreten ist, wird in der Kälte filtriert und das gekühlte Filtrat
mit gekühltem Ethanol versetzt. Das komplexe Mangan(III)-oxalat fällt
in monoklinen Prismen von der Farbe des Permanganats aus. Nach 15
Minuten werden die Kristalle von der Mutterlauge filtriert und in einem
lichtgeschützten Exsikkator über Phosphorpentoxid getrocknet. Beim
Erhitzen und längeren Stehen tritt Zersetzung unter
Kohlendioxid-Entwicklung und Bildung des farblosen Mangan(II)-oxalats
auf.
Quelle: Hecht, Präparative anorganische Chemie, Berlin-Göttingen-Heidelberg: Springer-Verlag 1951
Delivered by: Mephisto
Letzte Aktualisierung: 09/12/05